<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>VereinsfußBall für Alle e.V. &#187; Nachgefragt</title>
	<atom:link href="http://www.vfbfueralle.de/?cat=16&#038;feed=rss2" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.vfbfueralle.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Jan 2025 13:11:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.5.1</generator>
		<item>
		<title>Nachgefragt: El Ehrenamt-Schiedsrichter_innen beim VfB</title>
		<link>http://www.vfbfueralle.de/?p=2313</link>
		<comments>http://www.vfbfueralle.de/?p=2313#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2020 10:14:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin97</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachgefragt]]></category>
		<category><![CDATA[VereinfürBewegungsspiele]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.vfbfueralle.de/?p=2313</guid>
		<description><![CDATA[Moin Manu, wie geht es Dir und was hast Du während des Lockdowns so getrieben? Moin! Ich habe den Lockdown gut überstanden. Ich habe normal gearbeitet und musste mich um nichts sorgen. In der Freizeit konnte man ja nicht so &#8230; <a href="http://www.vfbfueralle.de/?p=2313">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/08/IMG-20200825-WA0036.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2314" alt="IMG-20200825-WA0036" src="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/08/IMG-20200825-WA0036-225x300.jpg" width="225" height="300" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Moin Manu, wie geht es Dir und was hast Du während des Lockdowns so getrieben?</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Moin! </span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Ich habe den Lockdown gut überstanden. Ich habe normal gearbeitet und musste mich um nichts sorgen. In der Freizeit konnte man ja nicht so viel machen, was mich dazu getrieben hat, mehr Rad zu fahren.</span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">In den letzten Jahren Kultkeeper der Zwoten und Dritten sowie aktueller Betreuer bei der Zwoten , Dartspieler und Schiedsrichter beim VfB, Wischer bei den Baskets und Schöffe beim Gericht in Oldenburg. Wie bekommst du als &#8220;Mister Ehrenamt&#8221; das alles unter einen Hut und warum glaubst Du ist die Bereitschaft ehrenamtliche Arbeit in unserer Gesellschaft zu leisten derzeit ein so ungeliebtes Kind?<span id="more-2313"></span></span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Ich selbst spiele Darts nicht mehr. Das passte einfach nicht mehr in meine Zeit hinein. Desweitern sind meine 5 Jahre als ehrenamtlicher Richter abgelaufen, weshalb ich das Amt zurzeit nicht bekleide, würde es aber gerne wieder machen. Bei den anderen Aktivitäten braucht man ein gutes Zeitmanagement. Ein Glück, dass die Termine frühzeitig feststehen. So kann man immer gut planen! Warum immer weniger ein Ehrenamt bekleiden wollen? Meines Erachtens nach wollen die Menschen heutzutage sich nicht mehr binden oder außerhalb ihres Umfeldes (Arbeit, Familie etc.) Verantwortung übernehmen. Zumal auch Ehrenämter zeitaufwendig sind und die Menschen immer weniger Zeit oder einfach andere Interessen haben wie kommerzielles Entertainment und sich einfach nur berieseln lassen wollen.</span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Manni, geiler Imagefilm mit <a title="Pauldingburg" href="https://www.youtube.com/watch?v=_tH6KbtHyW0">Pauldingburg</a>.Wieso schafft es der VfB derzeit nicht seine ehrenamtlichen Helfer_innen so überragend in die Außenwirkung des Vereins mit einzubinden und wie ließe sich dies wieder ändern?</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Das liegt beim VfB wohl an den Strukturen des Vereins. Man muss aber dazu sagen, dass die Baskets für solche Darstellungen wie Filme, Fotos und<br />
Reportagen vollbeschäftigte Mitarbeiter_innen haben. Diese sind dafür da, die Außendarstellung und Präsenz des Vereins nach außen zu verbessern.</span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Kommen wir nun zum Hauptthema des Interviews: Die Schiedsrichter_innen beim VfB. Wie viele aktive Schiedsrichter_innen gibt es derzeit beim VfB und wie seid ihr organisiert?</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Zurzeit sind wir meines Wissens nach 5 bis 6 aktive Schiedsrichter_innen beim VfB. Organisiert sind wir über Edeltraut von Elten.</span></span></p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 120%; text-align: left; }a:link { color: rgb(5, 99, 193); }
--></style>
<p>&nbsp;</p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 120%; text-align: left; }a:link { color: rgb(5, 99, 193); }
--></style>
<p><strong><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Wobei könntet ihr als Schiedsrichter_innen beim VfB noch Unterstützung gebrauchen?</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Unterstützung bräuchten wir noch in der Außendarstellung des Vereins. Zum Beispiel wäre eine einheitliche Präsentationskleidung schön. Zudem sind wir derzeit leider nicht auf der VfB-Homepage mit Kontaktdaten aufgelistet. Ansonsten wollen wir Schiedsrichter_innen nicht auffallen. Wir laufen lieber unter dem Radar.</span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Wo können Interessierte sich melden, falls sie auch für den VfB als Schiedsrichter_in aktiv werden möchten?</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Interessierte können sich gerne bei unserer Schiedsrichterinnenobfrau<br />
Edeltraud von Elten melden (0179/5319963) oder sie einfach direkt im Marschwegstadion an Spieltagen vor Ort ansprechen. Gerne auch Neulinge, die den SR-Lehrgang machen wollen.</span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Was war das verrückteste Spiel, das Du je als Schiedsrichter geleitet hast?</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Bis jetzt habe ich noch kein wirklich verrücktes Spiel geleitet. Bisher waren dass nur normale Spiele, wobei das eine C-Juniorenspiel mal 19:1 ausging. Meine Spielnotizkarte war an dem Tag komplett mit Toren vollgekritzelt.</span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Wie empfindest du die &#8220;undankbare&#8221; Aufgabe des Schiedsrichters? Wie geht ihr als Schiedsrichter_innen beim VfB generell mit Beleidigungen auf und neben dem Spielfeld um?</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Ich empfinde die Aufgabe als SR nicht als undankbar! Denn ohne SR geht es nicht. Man musein gewisses Fingerspitzengefühl entwickeln über die Zeit, wie man damit umgeht. Auf dem Platz wird unheimlich viel geredet, insbesondere je höher es geht in den Ligen. Und es wird viel gemotzt und gemeckert, besonders gerne gegen andere Spieler_innen, aber auch neben dem Platz bin ich als Schiedsrichter gerne der Buhmann in Person, besonders wenn das eigene Team schlecht spielt. Sehr besonders erschreckend finde ich aber, sowohl auf als auch neben dem Platz, die mangelnde Regelkenntnis vieler Leute. Ich muss als Schiedsrichter lernen viel wegzuhören, vor allem bei dem, was von außen kommt. Auf dem Platz herrscht was das angeht doch mehr Ruhe, weil auch alle wissen, was passiert, wenn Schiedsrichtende verbal oder körperlich angegangen werden. Genauso auch bei Gegenspieler_innen.</span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Gab es rassistische Vorfälle bei Spielen, die du gepfiffen hast und welche Möglichkeiten hast du als Schiedsrichter darauf zu reagieren?</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Ich bin dankbar noch kein Spiel geleitet zu haben, wo es zu<br />
rassistischen Vorfällen gekommen ist. Wir Schiedsrichtende haben klare Vorgaben, wie wir zu verfahren haben, sollte es zu rassistischen Vorfällen kommen, sowohl auf als auch neben dem Platz. Diese reichen vom Feldverweis (rote Karte) bis hin zum Spielabbruch, wobei der Spielabbruch wirklich das allerletzte Mittel sein sollte. Zu allen Vorfällen müssen wir einen Vermerk im Spielbericht machen und in gegeben Fällen auch einen Sonderbericht verfassen.</span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Welchen Eindruck habt ihr als Schiedsrichter_innen von der VfB Fanszene? </span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">uh, da können wir nicht viel zu sagen, da wir ja nicht zu Spielen des<br />
VfB angesetzt werden. Aus meiner persönlichen Sicht ist die Fanszene bunt, schrill, laut und kreativ.</span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Gibt es noch etwas, was ihr als VfB-Schiedsrichter_innen den aktiven VfB-Fans und Mitgliedern der Fan- und Förderabteilung mitteilen möchtet? </span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Es besteht ein immer größer werdender Schiedsrichtendenmangel und ohne SR<br />
geht es halt nicht. Ich kann und möchte nur sagen, werdet SR!!! Die<br />
Erfahrung des SR ist in allen Lebenslagen von Vorteil: nicht nur auf dem Platz, sondern auch neben dem Platz. Ich kann es nur allen ans Herz legen.</span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Danke für das Interview und Dein Engagement beim VfB!</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">In den Worten von Trappatoni: „Ich habe fertig!“</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 120%; text-align: left; }a:link { color: rgb(5, 99, 193); }
--></style>
<p>&nbsp;</p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 120%; text-align: left; }a:link { color: rgb(5, 99, 193); }
--></style>
<p>&nbsp;</p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 120%; text-align: left; }a:link { color: rgb(5, 99, 193); }
--></style>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 120%; text-align: left; }a:link { color: rgb(5, 99, 193); }
--></style>
<p>&nbsp;</p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 120%; text-align: left; }a:link { color: rgb(5, 99, 193); }
--></style>
<p>&nbsp;</p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 120%; text-align: left; }a:link { color: rgb(5, 99, 193); }
--></style>
<p>&nbsp;</p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 120%; text-align: left; }a:link { color: rgb(5, 99, 193); }
--></style>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 120%; text-align: left; }a:link { color: rgb(5, 99, 193); }
--></style>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><b> </b></span></span></p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 120%; text-align: left; }a:link { color: rgb(5, 99, 193); }
--></style>
<p>&nbsp;</p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 120%; text-align: left; }a:link { color: rgb(5, 99, 193); }
--></style>
<p>&nbsp;</p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 120%; text-align: left; }a:link { color: rgb(5, 99, 193); }
--></style>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.vfbfueralle.de/?feed=rss2&#038;p=2313</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nachgefragt: Raimund Kropp</title>
		<link>http://www.vfbfueralle.de/?p=2261</link>
		<comments>http://www.vfbfueralle.de/?p=2261#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2020 16:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin97</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fanszene]]></category>
		<category><![CDATA[Nachgefragt]]></category>
		<category><![CDATA[VereinfürBewegungsspiele]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.vfbfueralle.de/?p=2261</guid>
		<description><![CDATA[Bis Anfang diesen Jahres war Raimund Kropp ehrenamtlich als Fanbeauftragter des VfB Oldenburg tätig. Nach anfänglicher Skepsis gelang es ihm zunehmend, Vertrauen zu uns VfB Fans aufzubauen. Neben der Beteiligung am Runden Tisch initiierte er monatliche Fan-Vereinstreffen, bei dem es regelmäßig einen &#8230; <a href="http://www.vfbfueralle.de/?p=2261">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/Selfie-Raimund.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2262" alt="Selfie-Raimund" src="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/Selfie-Raimund-225x300.jpg" width="225" height="300" /></a><strong>Bis Anfang diesen Jahres war Raimund Kropp ehrenamtlich als Fanbeauftragter des VfB Oldenburg tätig. Nach anfänglicher Skepsis gelang es ihm zunehmend, Vertrauen zu uns VfB Fans aufzubauen. Neben der Beteiligung am Runden Tisch initiierte er monatliche Fan-Vereinstreffen, bei dem es regelmäßig einen Austausch gab und verschiedene gemeinsame Ideen und Projekte entstanden. Zudem begleitete er uns zur Preisverleihung des Julius Hirsch Preises in Leipzig und nahm an unserer Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz teil. Welche Erinnerungen verbindet Raimund mit dem VfB und seinen Fans? Wie hat sich die Coronakrise auf seinen Alltag ausgewirkt und was verbindet ihn weiterhin mit dem VfB? Diese und andere Fragen hat er für uns beantwortet. <span id="more-2261"></span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Moin Raimund! Schön, dass du dir die Zeit genommen hast, uns ein paar Fragen zu beantworten. Wie geht es dir?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><br />
</strong>Ich kann nicht klagen weder gesundheitlich noch persönlich, in den Sommermonaten sowieso!</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><strong><br />
Wie hat sich die Coronakrise auf deinen persönlichen Alltag ausgewirkt?</strong></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
Ich hatte schon im Januar geunkt, dass unser Urlaub in Irland in diesem Sommer wohl ausfallen wird. Zu dem Zeitpunkt wurde noch milde über das mögliche Ansteckungsrisiko eines unbekannten Virus gelächelt. Aufgrund einer Autoimmunerkrankung wurde ich dann bereits Ende Februar von meinen Ärzten zur Heimarbeit verdonnert, drei Wochen später war der mehr oder weniger komplette Lockdown. Wie bei vielen anderen Familien auch mussten auch wir dann einen neuen Tagesablauf mit Homeschooling, Homeoffice, Familienalltag schaffen. Im Großen und Ganzen hat das dann auch gut funktioniert. Dagegen stand dann die Kontaktbeschränkung zu Eltern und Verwandten, Freunden und Bekannten. Das empfand ich schon als hart aber sicherlich als unumgänglich. Andererseits werde ich mich wohl zeitlebens an ein Skype-Pfingstfrühstück mit der erweiterten Familie erinnern. Völlig absurd wie wohl die gesamte Zeit unter Covid-19. Dennoch: Ich kann nicht klagen und bin in der glücklichen Lage ohne größere Einschränkungen durch diese Zeit gekommen zu sein.</p>
<p><strong><br />
Du warst viele Jahre als Fanbeauftragter für den VfB Oldenburg tätig. Blicken wir zunächst einmal zurück auf deine Anfangszeit: vor welchen Herausforderungen standest du zu Beginn und wie ist es dir gelungen, Vertrauen zur VfB Fanszene herzustellen?</strong></p>
<p>&nbsp;<br />
Die Frage nach dem Vertrauen müsstet ihr eigentlich den Fans stellen. Ich denke einmal, dass ganz zu Beginn natürlich der persönliche Kontakt stand, schließlich waberte immer mit, ich sei nur aufgrund von Verbandsvorgaben als Fanbeauftragter installiert worden. Daneben habe ich erst sehr viel später davon erfahren, dass sich eigentlich schon zwei Personen aus der aktiven Fanszene bereiterklärt hatten als Fanbeauftragte zu fungieren. Sicherlich nicht gerade die beste Voraussetzung, um Skepsis mir gegenüber zu zerstreuen. Doch habe ich immer betont, dass wir uns alle auf Augenhöhe begegnen wollen. Ich denke, dass uns das allen ganz gut gelungen ist und viele gemerkt haben, dass dies nicht nur eine Floskel gewesen war.<strong><br />
</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Welche Themen spielten in der Anfangszeit eine Rolle?</strong></p>
<p><strong><br />
</strong><a href="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/Tafel.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2270" alt="Tafel" src="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/Tafel.jpg" width="347" height="232" /></a>Ich erinnere mich noch an ein erstes Zusammentreffen in der Geschäftsstelle – damals noch unter dem Vorsitz der Fußballabteilung. Ein Thema war die Entwicklung eines Leitbildes und eine neue Hymne für den Verein. Während die Hymne – komponiert und gespielt von Andreas R. – schon das eine oder andere Mal im Stadion erklang, stand aber die Entwicklung eines Leitbildes für den VfB Oldenburg im Vordergrund. Dadurch kam auch ein intensiver Austausch und Kontakt zwischen Fans und mir zustande, monatliche Fantreffen wurden die Regel und auch das Gefühl füreinander wurde besser. Außerdem musste ich mich auch erst einmal mit dem Amt eines Fanbeauftragten auseinandersetzen. Da gab es doch einige Personen, die mir meine Arbeit in ihrem Sinne erklären wollten. Davon wollte ich mich aber von Anfang an nicht beeinflussen lassen. Ich glaube, viele vergessen dabei, dass der Fanbeauftragte eine gesonderte Rolle im Fußball zukommt und die Unabhängigkeit von äußeren Einflüssen und internen Vorgaben maßgeblich ist. Das war gar nicht so einfach und teilweise sicherlich nicht im Sinne derer gewesen, die explizit für die Sicherheit im und um das Stadion herum mitverantwortlich sind.<strong></strong></p>
<p><strong><br />
Inwiefern haben sich die Themenschwerpunkte im Laufe der Zeit verändert?</strong></p>
<p><strong><br />
</strong>Ich weiß gar nicht, ob sich die Themenvielfältigkeit überhaupt geändert hat. Ich würde einmal sagen, dass sich die Rahmenbedingungen immer wieder an die Themen angepasst haben. Nach wie vor stehen Kommerz, Restriktionen und Verbandsvorgaben im Vordergrund. Aber klar, über die letzten Jahre wurde der Ton auf allen Seiten immer rauer. Dadurch wurde es immer schwieriger, eine Diskussionskultur zu pflegen, die konfliktfrei und undogmatisch geführt werden konnte. Dabeihatte ich eigentlich immer das Gefühl, dass die Themenschwerpunkte niemals so weit auseinander gelegen haben. Am Ende eines Dialogs hätte ich mir aber schon gewünscht, dass sich alle<br />
Beteiligten an die vereinbarten Punkte gehalten hätten. Aber die unterschiedlichen Auffassungen über die Herangehensweise an bestimmte Themen wie aufkeimender Rassismus, Akzentuierungen gesellschaftlicher Entwicklungen und die Kommerzialisierung des Fußballs auch außerhalb des Profibereichs waren teilweise so konträr, dass wohl auch ein runder Tisch keinen eindeutigen Beschluss herbeigeführt hätte.</p>
<p><strong><br />
Und wie verhält es sich mit der Fanszene? Hat sich diese deiner Beobachtung zufolge verändert?</strong></p>
<p><strong><br />
</strong>Ich habe es beim VfB Oldenburg häufig erlebt, dass im Zweifel die Fanszene im Großen und Ganzen zusammengestanden hat. Selbstverständlich gibt es hier und da unterschiedliche Auffassungen über einzelne Themen und Schwerpunktsetzungen, das sollte aber nicht zur Spaltung führen. Ich habe auch nach wie vor das Gefühl, dass innerhalb der Fanszene versucht wird, intern Probleme anzusprechen und diese nicht unbedingt nach außen zu tragen. Hier stand mir die OFI immer mit einem offenen Ohr zur Seite und einige Konflikte konnten ohne großes Aufsehen gelöst werden.Was mich eher umtreibt, ist die Tatsache, dass einzelne Gruppierungen innerhalb der Fanszene von außen betrachtet als die Störenfriede angesehen und pauschal alle Fans des VfB Oldenburg in Misskredit gezogen werden. Leider wird dieser Umstand auch von einigen Vereinsoffiziellen als Grund dafür angeführt, die gesamte Fanszene durch fragwürdige Handlungen und Taten an die kurze Leine zu legen. Das musste fast zwangsläufig für Unmut innerhalb der Fankurve sorgen.<strong><br />
</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was waren für dich persönliche Höhepunkte während deiner Tätigkeit?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><br />
</strong><a href="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/Tainingslager_Türkei-2016.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2274" alt="Tainingslager_Türkei-2016" src="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/Tainingslager_Türkei-2016-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a>Da bleibt mir das Trainingslager in der Türkei 2016 als ein Highlight in Erinnerung. Es hat einfach Spaß gemacht mit ca. 20 Fans aus den unterschiedlichen Fangruppen ein paar Tage zu verbringen. Schade eigentlich, dass das vom Verein nicht stärker herausgehoben wurde. Aber dieser Moment bleibt wie gesagt in meinem Gedächtnis haften. Daneben gab es sicherlich auch andere Höhepunkte – aus rein sportlicher Sicht bleibt mir der Ausgleichstreffer beim Halbfinale im Landespokal gegen den VfL Osnabrück in buchstäblich letzter Sekunde in Erinnerung. Dieser Aufschrei, der damals durch das Marschwegstadion ging, erzeugt heute noch bei mir Gänsehaut.<strong></strong></p>
<p><strong><br />
Was waren Tiefpunkte?</strong></p>
<p><strong><br />
</strong>Puh, Tiefpunkte aus Sicht eines Fanbeauftragten? Schwierig, damit würde ich ja zugeben, dass irgendetwas schiefgelaufen wäre, oder? Ein absoluter Tiefpunkt war aber tatsächlich die sog. „Capri-Sonne-Affäre“, die unter anderem zwischenzeitlich dazu führte, dass die Hausordnung einseitig vom Sicherheitsbeauftragten geändert wurde. Letztlich spiegelt mir nur das wider, was meinen Eindruck von der teilweisen Vorgehensweise gegenüber seinen eigenen Fans verstärkte. Daneben bleibt bei mir die unrühmliche, polizeiliche Massen-Personenfeststellung in Meppen negativ in Erinnerung, ganz zu schweigen von den Cloppenburger Hallenturnieren.<strong></strong></p>
<p><strong><br />
2017 hast du an unserer Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz teilgenommen. Welche Eindrücke hat die Fahrt bei dir hinterlassen?</strong><br />
<a href="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/Wider-dem-Vergessen.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2276" alt="Wider dem Vergessen" src="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/Wider-dem-Vergessen-225x300.jpg" width="225" height="300" /></a>Wenn ich jetzt sagen würde, diese Fahrt war für mich der Höhepunkt schlechthin beim VfB Oldenburg, würde das vermutlich alle Opfer dieses unverzeihlichen und unvergessenen Leids durch Nazi-Deutschland verhöhnen. Selbst nach drei Jahren habe ich noch immer nicht alle Eindrücke gedanklich verarbeiten können. Ich stelle mir jedes Mal aufs Neue die Frage, wie und warum konnte so etwas überhaupt geschehen? Während ich weiterhin nach Antworten suche, verneige ich mich vor allen, die an diesem Ort die menschliche Perversität durchleiden mussten und eben größten Teils mit ihrem Leben bezahlten.Mich hat diese Fahrt aber auch darin bestärkt, gerade in der heutigen Zeit erst recht aufrichtig zu sein und aufrecht zu stehen gegen sämtliche Anzeichen, die die mühsam errungenen Demokratien in Nachkriegs-Europa gefährden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><br />
Wie nimmst du das Engagement von VfB für Alle e.V. wahr?</strong></p>
<p>&nbsp;<br />
Seit der Gründung im Jahr 2011 <em>(Anmerkung: 2011 gab es eine erste Aktion unter dem Namen &#8220;VfB für Alle&#8221;. Der Verein wurde erst ein Jahr später gegründet)</em> legt der VfB für Alle e.V. häufig die Finger in die Wunde und mahnt zurecht soziale und gesellschaftspolitische Missstände beim VfB Oldenburg an. Ob es das<br />
Einstehen für Rechte von Flüchtlingen ist, der noch immer schweigenden Mehrheit gegenüber homosexuellen Sportlerinnen und Sportler eine Stimme verleiht, oder ihr konsequentes Eintreten gegenüber rechtsextremen und diskriminierenden Handlungen ist, ohne diesen Verein wäre der VfB Oldenburg wahrscheinlich niemals so weit, seine eigenen Werte und Traditionen gegenüber diesen Bestrebungen zu verteidigen. Nicht umsonst und völlig zurecht wurde und wird dieses Engagement bundesweit höchste Beachtung geschenkt und die Verleihung des Julius-Hirsch-Preises ist mehr als nur eine Anerkennung für seine hervorragende Arbeit.</p>
<p><strong><br />
Seit letztem Jahr haben wir in Oldenburg ein städtisches Fanprojekt, für das du dich stark gemacht hast. Warum bedarf es einer solchen Anlaufstelle und wie nimmst du die bisherige Arbeit wahr?</strong></p>
<p>&nbsp;<br />
<a href="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/Fanprojekt.png"><img class="alignright size-medium wp-image-2277" alt="Fanprojekt" src="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/Fanprojekt-300x198.png" width="300" height="198" /></a>Mir fehlte eine vom Verein unabhängige und losgelöste Fan-Einrichtung. Als Fanbeauftragter bist du natürlich an Vereinsvorgaben gebunden und kannst nicht immer so agieren, wie es manchmal im Interesse der Fans nötig gewesen wäre. Außerdem war es mir schon immer ein Dorn im Auge, dass die drittgrößte niedersächsische Stadt seit Jahren kein eigenes, kommunales Fanprojekt mehr hatte. Das Oldenburger Fanprojekt wird von mehreren Protagonisten wie die Stadt Oldenburg, dem Präventionsrat Oldenburg und dem Stadtsportbund unterstützt und hat damit ganz andere Netzwerke, sozialpädagogisch und zuweilen auch kritisch den VfB Oldenburg zu begleiten. Darüber hinaus wird der VfB Oldenburg auch wieder landes- und bundesweit noch stärker wahrgenommen. Die Entstehung des Fanprojektes war ein langjähriges Projekt und fand mit der Besetzung mit den beiden Sozialpädagogen Greta und Nils ein starkes Team, dieses Projekt zum Erfolg zu führen. Innerhalb kürzester Zeit haben sich die beiden der Fanszene – auch dank der OFI und dem VfB für Alle e.V. &#8211; angenähert, bereits zahlreiche Aktionen durchgeführt und sind auch bundesweit mit den anderen Fanprojekten bestens vernetzt. Das ist wirklich schön zu sehen!<strong><br />
</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Anfang des Jahres erfuhren wir von deinem Rücktritt als Fanbeauftragter. Wie kam es zu dieser Entscheidung?</strong></p>
<p><strong><br />
</strong>Ich denke einfach mal, es war an der Zeit. Ich hatte zuletzt nicht wirklich mehr den Eindruck, dass ich die Unterstützung des VfB Oldenburg hatte, die ich für die gewissenhafte und vertrauensvolle Zusammenarbeit benötigt hätte. Zu oft und zu lange habe ich versucht, eine Art der Kommunikation zu pflegen, die allen Beteiligten gegenüber gerecht wird. Die Eigenständigkeiten und persönlichen Befindlichkeiten, die einige andere Vereinsoffizielle an den Tag gelegt haben, wurden meiner Meinung nach viel zu häufig geduldet und zu Ungunsten gerade der Fans uminterpretiert.Offensichtlich wird sich hieran aber auch in naher Zukunft nicht viel ändern, dazu habe ich in den letzten fast acht Jahren meiner Tätigkeit als Fanbeauftragter mehrere Vorstände erlebt, die ihrerseits die weiße Fahne geschwenkt haben. Ganz ehrlich, das verstehe ich nicht und war mir am Ende auch einfach zu blöd.</p>
<p><strong><br />
Was bedarf es aus deiner Sicht, damit sich das Verhältnis zwischen den handelnden Personen beim VfB und den Fans wieder bessert?</strong></p>
<p>Ich hatte gehofft, dass nach dem reinigenden Gewitter nach der Capri-Sonne-Affäre ein Umdenken im Umgang mit den Fans stattgefunden hat. Dieses Umdenken hatte jedoch eine Halbwertszeit von nicht einmal zwei Monaten. Hinzu kam dann noch das unbegreifliche Handeln meines/unseres Vereins gegenüber meiner damaligen Kollegin nach ihrem Wohnungseinbruch, sowie nicht zuletzt die Umgangsweise mit angeblich politischen Äußerungen im Stadion. Ich merke gerade, wie viel Kopfschütteln ich eigentlich nur noch hierfür übrighabe und ich ganz bestimmt nicht derjenige bin, der dem VfB Oldenburg mit dem gegenwärtigen Personal Ratschläge geben könnte. Versucht es doch einfach vielleicht mal mit weniger Selbstgefälligkeit!</p>
<p><strong><br />
Ist das Kapitel VfB für dich nun vorerst beendet oder werden wir dich (sobald es uns wieder möglich ist) weiter im Stadion antreffen?</strong></p>
<p><strong><br />
</strong>Was hinter den Türen auf der Geschäftsstelle passiert ist, hat nichts im Stadion zu suchen und schon lange lasse ich mir bestimmt nicht meinen Verein von irgendjemanden vergraulen. Daher ist für mich die Tür „VfB Oldenburg“ noch lange nicht zu, aber vielleicht nehme ich doch etwas aus dieser Corona-Zeit mit: Abstand ist auch einmal ganz schön!</p>
<p><strong><br />
Gibt es noch etwas, dass du an VfB Fans und Vereinsmitglieder loswerden möchtest?</strong></p>
<p><strong><br />
</strong>Lasst euch nicht unterkriegen! Bleibt aufrechte Fans und Mitglieder, setzt euch auch weiterhin für all das ein, was der VfB Oldenburg meiner Meinung nach verkörpert: Charmant, liebevoll, traditionsbewusst, ein bisschen eigen, aber stets offenherzig und verrückt.</p>
<p><strong><br />
Vielen Dank für das Beantworten unserer Fragen und alles Gute!</strong></p>
<p><strong><br />
</strong>Der Dank ist ganz auf meiner Seite und bleibt gesund.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.vfbfueralle.de/?feed=rss2&#038;p=2261</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nachgefragt: ReWIS-Refugees welcome in Sports</title>
		<link>http://www.vfbfueralle.de/?p=2223</link>
		<comments>http://www.vfbfueralle.de/?p=2223#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2020 16:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin97</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Flucht und Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Nachgefragt]]></category>
		<category><![CDATA[Tellerrand/Unterstützenswertes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.vfbfueralle.de/?p=2223</guid>
		<description><![CDATA[2014 entstand im Rahmen eines Uniseminars das Projekt ReWIS (Refugees welcome in Sports), aus dem schließlich ein eigener Verein hervor gegangen ist. Mit diesem haben wir bereits beim &#8220;VfB and friends&#8221; Turnier im Sportpark Donnerschwee sowie beim VfB Sommerfest kooperiert. &#8230; <a href="http://www.vfbfueralle.de/?p=2223">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="font-family: Arial, serif;"><a href="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/rewis3.jpeg"><img class="alignleft size-full wp-image-2227" alt="rewis3" src="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/rewis3.jpeg" width="1600" height="1114" /></a></span></strong><strong><span style="font-family: Arial, serif;">2014 entstand im Rahmen eines Uniseminars das Projekt ReWIS (Refugees welcome in Sports), aus dem schließlich ein eigener Verein hervor gegangen ist. Mit diesem haben wir bereits beim &#8220;VfB and friends&#8221; Turnier im Sportpark Donnerschwee sowie beim VfB Sommerfest kooperiert. Wir haben ReWIS zur aktuellen Situation befragt und über ihr Bild von der VfB Fanszene.<br />
</span></strong></p>
<p><span id="more-2223"></span></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial, serif;">Moin! Danke, dass ihr euch Zeit genommen habt, uns ein paar Fragen zu beantworten. Wie geht es euch?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;">Moin! Danke der Nachfrage, uns geht es alles in allem ganz gut. Die letzten Monate waren für uns – wie für andere auch – aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage nicht immer einfach, auch aus ReWIS-Sicht. Aber inzwischen hat sich die Situation ja deutlich entspannt und wir hoffen natürlich, dass es auch so gut weiter geht.<!--more--><strong></strong></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><strong>Wie kam es zur Gründung des Vereins „REWIS- Refugees welcome in Sports“ und seit wann gibt es euch?</strong></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;">Das Projekt ReWIS ist im Herbst/Winter 2014 im Rahmen eines Uniseminars im Sportsoziologie-Studium entstanden. Wir waren damals zu acht in einer Projektgruppe und sollten ein Sportangebot initiieren, das eigentlich nur für die Dauer des Seminars angedacht war. Uns war es damals wichtig – und ist es uns heute natürlich nach wie vor – dass wir mit unserem Angebot Menschen erreichen wollen, die mit bisherigen Sportangeboten nur bedingt oder gar nicht angesprochen werden. So kam es dann, dass wir im Januar 2015 erstmals ein ReWIS-Sportprogramm angeboten haben, dass schon damals nach den bis heute gültigen Grundsätzen gestaltet war: niedrigschwellig, kostenlos und unverbindlich. Vom ersten Angebotstermin an wurde das Projekt sehr gut angenommen, so dass wir gemerkt haben, dass es in Oldenburg einen sehr großen Bedarf genau für diese Herangehensweise gibt. Danach war für die meisten von uns klar, dass wir mit den Angeboten weiter machen wollen. Im Jahr darauf folgte dann der nächste Schritt zur Verstetigung mit der eigenen Sportvereinsgründung.</span></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial, serif;">Was sind eure Angebote?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;">Wir haben inzwischen quasi jeden Tag ein Angebot im Programm: Volleyball, Fußball, Basketball und außerdem ein Fitness-Angebot, das sich speziell an Frauen richtet. Hier bieten wir auch eine Kinderbetreuung an, für viele Frauen wäre es sonst nicht möglich an einem Sportangebot teilzunehmen.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;">Im Sommer hätten wir normalerweise auch Beachvolleyball im Programm gehabt, aber das ist in diesem Jahr aufgrund der Pandemielage leider nicht möglich.</span></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial, serif;">Wie hat sich die Coronakrise auf eure Tätigkeiten ausgewirkt?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;">Zwischen Mitte März und Mitte Juni konnten wir für drei Monate gar keinen Sport anbieten, da war an gemeinsamen, organisierten Sport leider überhaupt nicht zu denken – geschweige denn an Sport mit gegenseitigem Körperkontakt. Vor ein paar Wochen wurde das Sporttreiben dann unter strengen Auflagen wieder ermöglicht. Das heißt: kein Kontakt, stets 2 Meter Abstand, Umkleiden und Duschen mussten geschlossen bleiben etc. Wir haben uns daraufhin überlegt, wie wir unter diesen Bedingungen unsere Angebote wieder starten können und haben dann auch den Umständen entsprechend gute Alternativen überlegt: Beim Fußball und Basketball haben wir vermehrt auf angeleitete Übungen gesetzt statt auf freies Spiel, außerdem haben wir ein neues Fitness-Sportangebot konzipiert, dass im Freien stattfinden sollte.</span></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial, serif;">Wie ist die aktuelle Situation? Macht ihr Sport und wenn ja, unter welchen Bedingungen?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;">Für uns ist die Situation nach wie vor nicht so einfach: unsere Sportangebote sind nicht wettkampforientiert, sie fungieren auch als Begegnungsstätte und haben sollen für möglichst viele Menschen einfach und unverbindlich zugänglich sein. Zwar haben wir auch einen festen Stamm an Teilnehmer*innen, die sehr regelmäßig zu den Angeboten kommen, aber der Sport bei ReWIS lebt auch davon, dass er immer offen ist für Interessierte und ja auch gerade Geflüchtete und damit Neuankömmlinge in Oldenburg ansprechen soll. Mit den aktuellen Regeln können wir zwar wieder „normal“ Sport treiben, allerdings dürfen wir dies nur in einer festen Trainingsgruppe machen, d.h. wir müssen auch die Kontaktdaten der Teilnehmer*innen erfassen und im Zweifelsfall Leuten mitteilen, dass sie nicht am Sport teilnehmen können, weil die Trainingsgruppe schon ihre maximale Gruppengröße erreicht hat. Das ist natürlich etwas, das grundsätzlich nur schwierig mit dem Charakter von ReWIS zu vereinbaren ist, aber aus epidemiologischer Sicht ist ein solches Vorgehen natürlich sinnvoll und wir tragen das auch dementsprechend mit. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;">Eine weitere Schwierigkeit für uns und unsere Teilnehmer*innen: wir waren jetzt drei Monate komplett raus und es muss sich erst wieder rumsprechen und verbreiten, dass wir wieder mit unseren Angeboten am Start sind. Das gestaltet sich natürlich nicht ganz so einfach. Daher braucht das ein oder andere Angebot bestimmt noch die ein oder andere Woche, bis es wieder richtig anlaufen kann. </span></p>
<p><a href="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/rewis7.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2231" alt="rewis7" src="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/rewis7.jpg" width="1312" height="984" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial, serif;">Mit wem habt ihr in der Vergangenheit zusammen gearbeitet und was gibt es für Ideen für die Zukunft?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;">Als Sportverein sind wir natürlich im Stadtsportbund und im Landessportbund organisiert. Seit gut eineinhalb Jahren sind wir sogar sogenannter Stützpunktverein und werden durch das Programm „Integration im und durch Sport“ des Landessportbund Niedersachsen gefördert. Das hilft uns natürlich enorm um unser Sportprogramm überhaupt in diesem Maße umsetzen zu können. Auch auf die Stadt sind wir natürlich angewiesen, beispielsweise bei der Vergabe von Hallenzeiten o.ä.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;">Außerdem haben wir mit dem Beginn von ReWIS mit IBIS e.V. kooperiert und beispielsweise in den Sprachförderkursen unsere Sportangebote beworben. Und diese Kooperation besteht bis heute. In der Flüchtlingssozialberatung wird oftmals auf unser Sportprogramm verwiesen, so dass Geflüchtete, die neu nach Oldenburg gekommen sind, früh den Weg zu ReWIS finden. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;">Für die Zukunft hoffen wir natürlich, dass wir diese guten Kooperationen weiter führen können. Und natürlich sind wir auch immer offen für weitere Zusammenarbeiten, gerade auch auf lokaler Ebene, um das bestehende Netzwerk noch weiter auszubauen.</span></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial, serif;">Wie können Interessierte eure Arbeit unterstützen?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;">Am meisten freuen wir uns darüber, wenn Leute Lust haben an unseren Sportangeboten teilzunehmen. Die Sportprogramme sind zwar in erster Linie an den Bedürfnissen von Geflüchteten ausgerichtet, aber natürlich ist jede*r bei uns willkommen! </span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;">Wer dann Interesse hat, sich vermehrt in der Organisation und Vereinsarbeit einzubringen, ist dazu herzlich eingeladen. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;">Finanziell kann man uns zudem unterstützen, indem man Mitglied bei uns wird. Wir haben ein sozialverträgliches Mitgliedsmodell erschaffen, bei dem man lediglich einen Euro monatlichen Mitgliedsbeitrag entrichten muss – und die Höhe seines darüber hinaus gehenden Beitrags als Spende frei wählen kann. </span></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial, serif;">Ihr habt bereits mehrmals am „VfB and friends“ Hallenturnier sowie am VfB Sommerfest teilgenommen. Wie haben euch die Veranstaltungen gefallen?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;">Wir haben immer sehr gerne an den Turnieren teilgenommen, gerade auch weil sie so sehr der Philosophie von ReWIS entsprechen. Zwar geht es irgendwo immer auch ums Gewinnen, aber in erster Linie steht der Spaß im Vordergrund. Und: durch die Auslosung der Teams werden automatisch neue Begegnungen initiiert und das Sporttreiben erhält einen inklusiven Charakter. Unseres Erachtens hat das auch immer ganz hervorragend funktioniert, es war immer ein ganz fröhliche und herzliche Stimmung bei den Turnieren.</span></p>
<p><a href="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2013/04/VfB-and-friends-2020.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1733" alt="VfB and friends 2020" src="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2013/04/VfB-and-friends-2020.jpg" width="960" height="640" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial, serif;">Welchen Eindruck habt ihr von der VfB Fanszene?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;">Wir erleben die VfB Fanszene als sozial sehr engagiert und aktiv. Gerade die Initiative „VfB für alle“ mit ihrem Einsatz gegen Diskriminierung, Homophobie, Rassismus etc. ist ein unheimlich wichtiger Akteur in der Oldenburger Zivilgesellschaft, und gerade auch in der OIdenburger Sportlandschaft. Wir sind sehr froh, dass es solche Initiativen mit klarer Haltung für Inklusion und Menschlichkeit in Oldenburg gibt! </span></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial, serif;">Gibt es noch etwas, das ihr loswerden möchtet?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;">Wir wünschen uns, dass wir alle gemeinsam gut und gesund durch die Corona-Krise kommen und hoffentlich bald schon wieder sicher und mit großer Lebenslust gemeinsam Sport treiben können, gemeinsam im Stadion feiern können und uns weiter für eine offene Oldenburger Gesellschaft einsetzen können.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><b><br />
</b><strong>Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen und alles Gute!</strong></span></p>
<p><a href="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/rewis10.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2232" alt="rewis10" src="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/rewis10.jpg" width="2048" height="1538" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 115%; text-align: left; orphans: 2; widows: 2; background: transparent }
--></style>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.vfbfueralle.de/?feed=rss2&#038;p=2223</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nachgefragt: AIDS Hilfe Oldenburg</title>
		<link>http://www.vfbfueralle.de/?p=2202</link>
		<comments>http://www.vfbfueralle.de/?p=2202#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2020 13:39:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin97</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Homo und Trans*feindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit_ Beeinträchtigung_Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Nachgefragt]]></category>
		<category><![CDATA[Tellerrand/Unterstützenswertes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.vfbfueralle.de/?p=2202</guid>
		<description><![CDATA[Wie die meisten von euch wahrscheinlich wissen, wird die Bahnhofsstraße 23 nicht nur von Fußballfans bewohnt. Neben VfB für Alle e.V. und der Oldenburger Fan Initiative befinden sich in dem Haus auch noch das Jugendwerk der AWO, die Trans*beratung Weser &#8230; <a href="http://www.vfbfueralle.de/?p=2202">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/AIDS-Hilfe2.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2203" alt="AIDS Hilfe2" src="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/AIDS-Hilfe2.png" width="225" height="225" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Wie die meisten von euch wahrscheinlich wissen, wird die Bahnhofsstraße 23 nicht nur von Fußballfans bewohnt. Neben VfB für Alle e.V. und der Oldenburger Fan Initiative befinden sich in dem Haus auch noch das Jugendwerk der AWO, die Trans*beratung Weser Ems, die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz und die Oldenburger AIDS Hilfe. Diese Zusammensetzung hat das Haus in den letzten Jahren zu einer ganz Besonderen in Oldenburg gemacht. Ende des Jahres werden sich leider unsere Wege trennen, da bekanntlich der Mietvertrag nach über 25 Jahren nicht verlängert wurde. Wir haben dies zum Anlass genommen, Ellen Kiebacher von der Oldenburger AIDS Hilfe über ihre wichtige Arbeit, die Auswirkungen von Corona und zu neuen Räumlichkeiten befragt.<span id="more-2202"></span></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Moin! Schön, dass du dir Zeit genommen hast, uns ein paar Fragen zu beantworten. Wie geht es euch?</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><b><br />
</b></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Vielen Dank, dass ihr uns angefragt habt zu diesem Interview, ich freue mich immer wenn sich Menschen für unsere Arbeit und das Thema HIV/AIDS interessieren.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Seit wann gibt die AIDS Hilfe Oldenburg und was sind eure Arbeitsschwerpunkte?</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><b><br />
</b></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Die AIDS-Hilfe Oldenburg e.V. gibt es tatsächlich schon seit 1986, damals haben sich in Oldenburg HIV/AIDS-Betroffene zusammengeschlossen und die AIDS-Hilfe als Selbsthilfe</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">o</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">rganisation gegründet. Seit dem hat sich viel getan, aber es bleibt auch immer noch genug zu tun. In den ersten Jahren der AIDS-Hilfe Arbeit waren Pflege und Sterbebegleitung von Betroffenen ein große Them</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">en. Das hat sich inzwischen, d</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">ank guter Therapiemöglichkeiten von HIV, </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">verändert</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">. </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Unsere</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"> Arbeitsschwerpunkte umfassen</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"> neben dem breiten Feld sexueller Gesundheit, auch sexuelle Vielfalt und sexuelle Selbstbestimmung.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">AIDS-Hilfe ist sowohl für die Beratung und Begleitung HIV-positiver Menschen zuständig, als auch für die HIV-und S</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">T</span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">I </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">(sexually transmitted infections/sexuell übertragbare Infektionen) </span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Prävention in den sogenannten „schwer erreichbaren Hochrisikogruppen“: Männer, die Sex mit Männern haben, Drogengebraucher*innen, geflüchtete und migrierte Menschen, Sexarbeiter*innen, Menschen in Haft, Frauen etc.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><br />
</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">I</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">n der Begleitung und Beratung HIV positiver Menschen </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">geht es</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">vor allem</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"> um </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">die psychosoziale</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">n</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"> Aspekte im Bezug auf die Infektion, also Verarbeitung und Umgang mit der Infektion und </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">darum, wie </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Leben, </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Arbeit, </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Partner*innenschaften und Sexualität mit HIV gestaltet werden können. Aber</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">auch die </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">die Schaffung von Zugängen zum Gesundheits- und Sozialsystem, </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">sozialrechtliche Beratung bzgl. Rente, Reha, </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Sicherung des Aufenthaltsstatus</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"> und vieles mehr </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">sind Teil unserer Arbeit.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><br />
In der Prävention liegt der Schwerpunkt in der Aufklärung zu Übertragungswegen und Risikomanagement wie Safer Sex oder Safer Use/ Harm Reduction (also Risiko minimierenden Drogenkonsum) um Neuinfektionen zu vermeiden.<br />
</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Dazu kommen Risikoeinschätzung</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">,</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Testberatung </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">und die Begleitung bei der Testdurchführung</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">. </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Derzeit </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">bauen wir unser </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Selbst-Testangebot </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">aus, damit wir in Zukunft auch Testungen auf weitere STIs anbieten können.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Darüber hinaus verstehen wir uns auch als politische Interessenvertretung, sowohl für HIV-positive Menschen als auch bezüglich unserer Zielgruppen – gerade auch, was Diskriminierung und Stigmatisierung angeht.<br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Wie hat sich die Coronakrise auf eure Arbeit ausgewirkt?</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><b><br />
</b></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Corona hat uns als Verein, wie die meisten anderen wahrscheinlich auch, auf vielen Ebenen beschäftigt und betroffen. Zum </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">E</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">inen sind natürlich wichtige Spendengelder und Einnahmen aus Referent*innentätigkeiten und Veranstaltungen weggebrochen und wir wissen noch nicht wie wir dieses Haushaltsloch stopfen sollen. Die öffentlichen Mittel reichen nicht aus um unsere Arbeit komplett zu finanzieren, damit sind wir, wie viele soziale Non-Profit-Organisationen, existenziell auf Spenden angewiesen.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Zum </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">A</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">nderen ist es schwierig die niedrigschwellige Arbeit die wir machen komplett über soziale Medien aufzufangen. Viele Menschen unserer Zielgruppen haben eben nicht die Möglichkeit sich (selbstständig) zu informieren, der Zugang zum Gesundheits- und Sozialsystem fehlt hier aus unterschiedlichen Gründen.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Zum Glück konnte de</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">r</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"> Spritzentausch und auch unser HIV-Selbsttestangebot während der einschränkenden „Corona- Maßnahmen“ aufrechterhalten werden. Die Beratung und Begleitung von Betroffenen musste in den letzten Monaten </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">ebenfalls </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">überwiegend ohne persönlichen Kontakt stattfinden. Ausnahmen davon </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">waren </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">z.B. nur in einer akuten psycho- sozialen Krisensituation </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">möglich</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">. Das lässt sich mit etwas Aufwand auch bewerkstelligen, ersetzt aber niemals den persönlichen Kontakt, auch weil soziale Isolation für viele Menschen in unseren Zielgruppen generell ein großes Problem darstellt, dass durch „Corona“ eher verstärkt wurde.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/EIngang.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2209" alt="EIngang" src="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/EIngang.jpg" width="1693" height="917" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><b><br />
</b><strong>AIDS ist nach wie vor ein gesellschaftliches Tabuthema. Wie verhält es sich diesbezüglich in Oldenburg und könnt ihr Zahlen nennen, wie viele Menschen in der Stadt an HIV erkrankt sind? </strong></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"></p>
<p>Ich glaube nicht, dass wir bzgl. des HIV/AIDS </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">T</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">abu in Oldenburg und Um zu eine besondere Situation haben, vor allem, wenn ich die Situation vor Ort mit dem </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">v</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">ergleiche, was Kolleg*innen aus anderen Regionen und Städten berichten. </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Allerdings macht es g</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">rundsätzlich schon einen Unterschied, ob du mit deiner HIV-Infektion auf dem Land lebst oder in einer (Groß-)Stadt. </span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Die AIDS-Hilfe Oldenburg ist nicht nur für die Stadt Oldenburg, sondern auch für die angrenzenden Landkreise und die Flächenregion im Umland zuständig. In diesem Gebiet finden sich durchaus sehr ländliche Regionen, da wird es schon schwierig, wenn du deine HIV-Medikamente aus der einzigen Apotheke im Ort abholen willst ohne erkannt zu werden. Sich öffentlich als HIV- positiv zu outen ist für viele unserer Klient*innen nach wie vor ein Problem und die Infektion im sozialen Umfeld geheim zu halten ist natürlich umso schwieriger, je weniger Anonymität möglich ist und je weniger Alternativen z.B. bei der Arztwahl zur Verfügung stehen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><br />
Letztlich geht es darum die eigene Haltung zu überdenken und dem heutigen Wissensstand anzupassen, Moral- und Wertvorstellungen zu reflektieren und solidarisch zu sein. Das gilt für Menschen aus dem Dorf bei z.B. Cloppenburg ebenso wie für berliner Großstädter*innen. Ängste, Unsicherheiten und Vorbehalte gegenüber HIV zu haben ist nicht das eigentliche Problem, solange mensch bereit ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, sich zu Informieren und damit eben diese Vorurteile und Ängste abzubauen.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Bezüglich konkreter Zahlen muss ich Dich enttäuschen. Es gibt keine konkreten statistischen Daten dazu, wie viele Menschen in der Stadt Oldenburg mit HIV leben.<br />
</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Das lässt sich statistisch so nicht erfassen. Das Robert-Koch Institut erhebt die Daten für Deutschland, die Bundesländer und einzelne Ballungszentren – Oldenburg ist da </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">leider </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">nicht dabei!. </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">A</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">llerdings</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"> arbeite </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">ich </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">auch nicht gerne mit Zahlen, wenn es um Menschen geht, da schwingt immer ein bisschen die Frage nach dem Wert des Einzelnen mit – ab wie vielen Betroffenen stellt HIV/</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">AIDS</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"> ein </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">gesellschaftliches, politisches oder sonstiges relevantes </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Problem dar? </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">F</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">ür jede/n </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">e</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">inzelne/n </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Betroffene/n </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">auf jeden Fall zu 100%.  Wer an konkreten Zahlen zu unserer Arbeit in und um Oldenburg interessiert ist, kann </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">das aber</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"> gerne in unserem Jahresbericht auf unserer Homepage </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">(<a href="http://www.aidshilfe-oldenburg.de/">www.aidshilfe-oldenburg.de</a>) </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">nachlesen, </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">inklusive der Zahl an Klient*innen die wir in Oldenburg und um zu 2019 begleitet haben.</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Ein positiver Test ist für Betroffene ja zunächst ein ziemlicher Schock. Was gebt ihr Betroffenen mit auf den Weg, die sich vertraulich an euch wenden?</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Eine HIV Diagnose in Deutschland stellt heute kein Todesurteil mehr dar, sondern ist eine chronische Infektion, die inzwischen gut medizinisch behandelbar ist. Menschen mit HIV haben eine annähernd gleiche Lebenserwartung wie Menschen ohne HIV. Unter funktionierender HIV-Therapie ist der Virus nicht übertragbar! Das bedeutet, dass es möglich ist ein relativ normales Leben zu führen, einen Beruf auszuüben, Sexualität (ohne Kondome!) und Partner*innenschaften zu leben und auch gesunde Kinder zu bekommen.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Anders sieht das aber natürlich aus, wenn kein Zugang zum Gesundheitssystem und der dringend notwendigen medizinischen Versorgung besteht – gerade für geflüchtete Menschen ohne sicheren Aufenthaltsstatus oder Menschen ohne gesetzliche Krankenversicherung eine riesige Belastung. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><br />
Was allerdings auch gesagt werden muss ist, dass eine große Lücke klafft zwischen den medizinischen Aspekten von HIV/AIDS auf der einen Seite und der gesellschaftlichen Akzeptanz auf der anderen. Sich als HIV-positiv zu outen, ob in der Familie, in Partner*innenschaften, im Freundes- und Bekanntenkreis, auf der Arbeit oder sogar im Gesundheitssystem ist nach wie vor ein großes Problem für die Betroffenen.Es ist wirklich erstaunlich wie viele Ängste und Vorurteile in der Bevölkerung bezüglich HIV/AIDS auch 2020 in Deutschland noch bestehen.<br />
Trotz aller Bemühungen der letzten Jahrzehnte fehlt es nach wie vor an Informationen und Wissen um Übertragungswege und Behandlungsmöglichkeiten.<br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Aktuell versuchen die AIDS-Hilfen bundesweit mit der Antidiskriminierungskampagne<br />
#Wissenverdoppeln n=n (nicht nachweisbar = nicht übertragbar) verstärkt auf die Botschaft aufmerksam zu machen, dass unter medikamentöser Therapie, (wenn der Virus so weit unterdrückt wird, dass er im Blut nicht mehr nachgewiesen werden kann) HIV nicht mehr übertragbar ist!</span></p>
<p style="text-align: justify;"> <a href="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/wissenverdoppeln.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2212" alt="wissenverdoppeln" src="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/wissenverdoppeln.jpg" width="800" height="373" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><strong>Im letzten Jahr erreichte uns die Nachricht, dass wir nach über 25 Jahren unsere Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße verlassen müssen. Habt ihr schon neue Räumlichkeiten in Aussicht und inwieweit erhaltet ihr Unterstützung von der Stadt?<br />
</strong></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><b><br />
</b></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Es ist tatsächlich sehr Schade, dass es die Bahnhofstrasse 23 in der Form, wie sie in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten bestanden hat nicht mehr geben wird. Ich habe die Zusammensetzung der verschiedenen Organisationen hier im Haus immer sehr geschätzt. Neben dem Fanprojekt des VfB und der AIDS-Hilfe sind ja auch das Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt, die Trans*beratung Weser Ems und die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz davon betroffen sich neue Räumlichkeiten suchen zu müssen.</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><br />
</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><br />
Für uns war die Nähe zum Bahnhof ein extrem wichtiges Kriterium bei der Suche nach neuen Räumlichkeiten. Die AIDS-Hilfe muss gut erreichbar sein, um möglichst vielen Menschen den Zugang zu unseren Angeboten niedrigschwellig zu ermöglichen, </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">auch gerade bezüglich </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">unseres Spritzentauschangebotes.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><br />
</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Z</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">um Glück</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">ist es uns </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">gelungen neue Räumlichkeiten ganz in der Nähe anmieten zu </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">können, die für uns, mit dem doch sehr knappen Budget, auch finanzierbar sein können. Da werden wir die Unterstützung der Stadt noch brauchen. In der Bahnhofstr. hatten wir einen Mietvertrag zu sehr günstigen Konditionen, der Quadratmeterpreis lag nur knapp über 2 Euro /m</span><sup><span style="font-family: Arial, sans-serif;">2 </span></sup><span style="font-family: Arial, sans-serif;">, jetzt werden wir 8 Euro/m</span><sup><span style="font-family: Arial, sans-serif;">2 </span></sup><span style="font-family: Arial, sans-serif;">zahlen müssen, was immer noch recht günstig ist, aber diese Differenz muss auch irgendwie langfristig finanziert werden.<br />
Ein entsprechender Antrag auf Finanzierung der Mietmehrkosten ist bei der Stadt Oldenburg gestellt – die Entscheidung steht </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">derzeit noch aus</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">…!?!</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><br />
</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">B</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">ezüglich der Größe unserer Räumlichkeiten mussten wir ziemliche Abstriche machen, was l</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">eider </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">bedeutet, dass wir in Zukunft weder der Transberatung noch den Schwestern der Perpetuellen Indulgenz weiter</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">hin</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"> Räume zur Verfügung stellen können &#8211; was wirklich sehr schade ist!</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><br />
Im Moment suchen wir noch dringend zusätzliche Lagerfläche in Bahnhofsnähe für unsere Arbeitsmaterialien </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">und</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"> Infobroschüren, wir versuchen für jede Zielgruppe entsprechende Informationsmaterialien zur Verfügung zu stellen und das Ganze selbstverständlich mehrsprachig – da kommt einiges zusammen.</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Welchen Eindruck habt ihr vom VfB Oldenburg und vor allem von uns als Fans, mit denen ihr gegenwärtig ja noch gemeinsame Räumlichkeiten teilt?</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Zu Fußball und dem VfB selbst kann ich leider nicht viel sagen, da habt ihr mich ganz klar mit einer umfassenden „Bildungslücke“ erwischt… </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Allerdings weiß ich welch unglaubliches Potential </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Fußball</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"> tatsächlich hat, wenn es darum geht Menschen zusammen zu bringen und Grenzen, welcher Art auch immer, zu überwinden. Darin lieg</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">t</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"> unglaubliches Potential Rassismus, </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Sexismus, Homophobie, </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Diskriminierung und Vorurteile etc. abzubauen oder zu überwinden. Leider gehen gerade diese Werte </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">in der </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">ö</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">ffentlichen Darstellung von</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"> Fußball </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">und vor allem der Fanszene </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">oft unter. Der „VfB für Alle“ </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">und die dazugehörige Fanszene </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">setzt aber genau dort an und fordert die viel benannten Fußballwerte von Solidarität, Respekt, Fairness etc. für </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><b>ALLE! </b></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">- im eigenen Verein, und darüber hinaus ein.<br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Für diesen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag und euer unermüdliches Engagement ein dickes Lob und ein großes Dankeschön an die Fans und den VfB für Alle!</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><b><br />
</b><strong>Gibt es noch etwas, das ihr an VfB Fans und Vereinsmitglieder loswerden möchtet?</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Ich hoffe natürlich, dass ihr ebenfalls neue Räumlichkeiten findet, in denen ihr eure Arbeit fortführen und in denen ihr euch wohl und heimisch fühlen könnt. Ansonsten, bleibt so wie ihr seid: </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">solidarisch, </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">engagiert, laut und begeistert! In diesem Sinne, wünschen wir euch eine erfolgreiche nächste Saison </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">und</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">viel Glück bei der Suche nach neuen Räumen.</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Vielleicht machen wir ja mal eine gemeinsame Aktion – würde mich freuen!</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen und alles Gute!</span></strong></p>
<p> <a href="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/CSD_Blacklivesmatter.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2220" alt="CSD_Blacklivesmatter" src="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/CSD_Blacklivesmatter.jpg" width="526" height="394" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; line-height: 120%; background: transparent }
		a:link { color: #000080; so-language: zxx; text-decoration: underline }
--></style>
<p>&nbsp;</p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; line-height: 120%; background: transparent }
		a:link { color: #000080; so-language: zxx; text-decoration: underline }
--></style>
<p>&nbsp;</p>
<div id="save-action"></div>
<div id="save-action"></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.vfbfueralle.de/?feed=rss2&#038;p=2202</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nachgefragt: VfB Traditionsmannschaft</title>
		<link>http://www.vfbfueralle.de/?p=2187</link>
		<comments>http://www.vfbfueralle.de/?p=2187#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2020 16:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin97</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Nachgefragt]]></category>
		<category><![CDATA[VereinfürBewegungsspiele]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.vfbfueralle.de/?p=2187</guid>
		<description><![CDATA[Moin! Schön, dass du dir Zeit genommen hast für ein Interview. Wie geht es dir? Michael Richter (Trainer): Mir geht es gut, danke. Ich bin gerade im Urlaub, während ich die Fragen beantworte. Seit wann gibt es die VfB Traditionsmannschaft &#8230; <a href="http://www.vfbfueralle.de/?p=2187">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/Pokal.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2191" alt="Pokal" src="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/Pokal-300x224.jpg" width="300" height="224" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Moin! Schön, dass du dir Zeit genommen hast für ein Interview. Wie geht es dir?</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>Michael Richter (Trainer):</strong> Mir geht es gut, danke. Ich bin gerade im Urlaub, während ich die Fragen beantworte. <span id="more-2187"></span></span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Seit wann gibt es die VfB Traditionsmannschaft und inwieweit unterscheidet sie sich von dem Team der „VfB Oldies“?</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Gefühlt eine Ewigkeit, deshalb kann ich euch das gar nicht so ganz genau sagen, aber wir sind als Traditionself schon deutlich länger als zehn Jahre am Ball. Wir sind nicht im VfB Oldenburg organisiert, man findet uns nicht auf der VfB-Homepage, allerdings haben wir einen regelmäßig aktualisierten Facebook-Auftritt, auf dem wir über unsere Aktivitäten berichten. Am klassischen Spielbetrieb nehmen wir nicht teil. Wir spielen lediglich Freundschaftsspiele und Hallenturniere &#8211; sehr gerne auch für karitative Zwecke, wie in der Vergangenheit bereits häufiger. </span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Wie oft kommt die Traditionsmannschaft zusammen zum trainieren?</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Wir trainieren unregelmäßig, im Abstand von 2 bis 3 Wochen. Im Winter vor dem wichtigen Hallenturnier auch wöchentlich. </span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Inwieweit hatte die Coronakrise Auswirkungen auf euren Trainingsbetrieb?</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Auch wir konnten natürlich nicht trainieren. Mit der Aufhebung im Juni haben wir wieder mit lockeren Einheiten begonnen, selbstverständlich unter Berücksichtigung der behördlichen Regelungen zu Abstand und Hygiene. </span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Wer spielt bei euch mit?</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Die VfB Traditionself besteht ausschließlich aus Spielern, die für die 1. Mannschaft des VfB Oldenburg gespielt haben. Der Kader besteht aus rund 20 Spielern. </span></span></p>
<p><a href="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/Cup.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2193" alt="Cup" src="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/Cup.jpg" width="827" height="620" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Im Januar tretet ihr regelmäßig beim Traditionsturnier der Öffentlichen an und habt dort bereits Erfolge erzielen können. Was macht das Besondere des Turniers aus?</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Es ist unsere Spieler eine einmalige Möglichkeit, sich mit ehemaligen Bundesligaspielern messen zu können. Das Niveau ist hoch, auch weil Werder Bremen immer eine starke Mannschaft stellt. Für uns ist es zudem eine gute Gelegenheit, den VfB Oldenburg Live im TV und in der ausverkauften Halle positiv zu präsentieren. </span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Welchen Eindruck hast du gegenwärtig vom VfB?</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Der VfB Oldenburg ist und bleibt ein Verein mit unglaublichen Möglichkeiten und großem Fanpotenzial in der Region. Finanzielle Aspekte beschränken über viele Jahre und auch aktuell eine bessere sportliche Perspektive. Und die ein oder andere sportliche oder personelle Entscheidung war sicher auch nicht gut. </span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Und welchen Eindruck hast du von der Fanszene?</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Die VfB Fanszene ist grundsätzlich leidenschaftlich, kreativ, engagiert und auch stimmungsvoll. Ich schätze zudem das soziale und gesellschaftliche Engagement über den Fußball hinaus sehr. Allerdings nehme ich in letzter Zeit auch eine gewisse Distanz bzw. Entfremdung vom Verein VfB Oldenburg wahr. Da scheint es ein substantielles Problem zu geben. </span></span></p>
<p><strong><span style="font-family: arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Gibt es noch etwas, das du anderen VfB Fans und Mitgliedern mitteilen möchtest?</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Wenn der VfB Oldenburg auch euer Verein ist, dann bleibt positiv und hoffnungsvoll, dass sich die Zukunft positiv entwickeln wird. Vor allem die Fanszene ist für mich als ehemaligen VfB-Spieler immer ein wesentliches Element dieses Vereins gewesen. Einmal blau-weiß &#8211; immer blau weiß. </span></span></p>
<p><a href="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/Team.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2194" alt="Team" src="http://www.vfbfueralle.de/wp-content/uploads/2020/07/Team.jpg" width="827" height="405" /></a></p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 115%; text-align: left; orphans: 2; widows: 2; background: transparent }
		strong { font-weight: bold }
--></style>
<p>&nbsp;</p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 115%; text-align: left; orphans: 2; widows: 2; background: transparent }
--></style>
<p>&nbsp;</p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 115%; text-align: left; orphans: 2; widows: 2; background: transparent }
--></style>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 115%; text-align: left; orphans: 2; widows: 2; background: transparent }
--></style>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<style type="text/css"><!--
p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 115%; text-align: left; orphans: 2; widows: 2; background: transparent }
--></style>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.vfbfueralle.de/?feed=rss2&#038;p=2187</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
