Besonderes Festival für den Nordwesten

Werkstattfilm e.V. und VfB für Alle e.V. initiieren „Gegengerade“ Filmfestival

 

Über mehrere Jahre haben Mitglieder des Vereins Werkstattfilm e.V. und Fans des VfB Oldenburg eine Dokumentation über die Geschichte und gesellschaftliche Funktion ihres Vereins entwickelt, die weit über den Fußball hinaus geht. Der Film („Zwischen Himmel und Hölle“) feierte 2017 in Oldenburg Premiere und wurde anschließend in mehreren Städten in Deutschland und Österreich gezeigt. Während dieser Zeit entstanden vielfältige internationale Kontakte und es wurde die Idee eines Fußballfestivals entwickelt. Der Hintergrund ist, dass sich der Fußballfilm mittlerweile als eigenständiges Genre entwickelt hat. So sind beispielsweise in Berlin, Basel, Linz oder auch New York Filmfestivals entstanden, die auf vielfältige Art und Weise den gesellschaftlichen und kulturellen Stellenwert des Fußballsports thematisieren.

 

Mit dem „Gegengerade“ Filmfestival möchten Werkstattfilm e.V. und VfB für Alle e.V. modellartig nun auch eine solche Veranstaltung in Oldenburg, stellvertretend für den Nordwesten, durchführen und in der Region etablieren. Alle interessierten Filmschaffenden sind ab jetzt dazu eingeladen, eigene kurze Filme, Animationen, Spiel- oder Dokumentarfilme einzureichen.Bestandteil des Festivals sind aber nicht nur Filme, sondern auch Podiumsdiskussionen, Workshops, Vorträge, eine Ausstellung, ein Fest und ein Fußballspiel. Das Festival findet vom 03. Juni bis zum 07. Juni 2020 und somit vor der anstehenden Europameisterschaft statt. Spielorte sind u.a. das städtische Marschwegstadion, das Fanprojekt, der KinOLaden/Werkstattfilm, verschiedene Schulen, Stadtteiltreffs und Jugendfreizeitstätten.

 

Die Initiator*innen suchen für die Durchführung des Projektes noch Sponsoren und Unterstützer*innen sowie Spender*innen. Besonderer Dank gilt dem Sportbüro der Stadt Oldenburg, welches das Festival bereits unterstützt. Alle, die sich für das Festival interessieren (z.B. Schulen, Freizeitstätten, Vereine, Kultureinrichtungen etc.) und sich ehrenamtlich beteiligen möchten, können ab jetzt Kontakt mit Werkstattfilm oder VfB für Alle aufnehmen:

 

info@werkstattfilm.de // info@vfbfueralle.de

Festival

Spendenaufruf: Ausrüstung für neues Fußballteam gesucht

In der Landesaufnahmebehörde für Geflüchtete in Blankenburg wird von den Mitarbeitenden des Sozialen Dienstes zur Zeit ein neues Fußballangebot initiiert. Einmal in der Woche soll mit interessierten Bewohner*innen trainiert werden und an Turnieren wie beispielsweise auch dem VfB and Friends Cup teilgenommen werden. Da die Ausstattung mit hohen Kosten verbunden ist, rufen wir dazu auf, die Bewohner*innen mit Spenden zu unterstützen.

Folgende Materialien werden benötigt:

Fußballschuhe für draußen

Fußballkleidung (Shorts, Jogginghosen)

Bälle

Wenn ihr aushelfen könnt, nehmt am besten direkten Kontakt mit den Mitarbeitenden des Sozialen Dienstes auf (wir können ansonsten aber auch gerne Spenden entgegen nehmen und sie anschließend an den Sozialen Dienst übergeben. Hierfür eine Mail an info@vfbfueralle.de schicken.

stephan.wedemeyer@extern-lab.niedersachsen.de
(0441) 9202 – 557

ahed.qasem@extern-lab.niedersachsen.de
(0441)9202-555

 

 

Neue Räumlichkeiten gesucht

Wichtige Anlaufstelle für Oldenburger Fans verliert ihr Zuhause. Neue Räumlichkeiten gesucht.

 
OLDENBURG. Heute in genau einem Jahr müssen wir unsere Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße 23 aufgeben, da der Mietvertrag nicht verlängert wird. Dies mussten wir bedauerlicherweise vor einiger Zeit im Austausch mit den anderen betroffenen Mietparteien (Jugendwerk der AWO und AIDS Hilfe) erfahren. Damit verliert Oldenburg eine seit über 25 Jahren etablierte, wichtige und vor allem niedrigschwellige Anlaufstelle für Fans.

 
Bei den Räumlichkeiten handelt es sich um die eines ehemaligen Fanprojektes, das unter Mithilfe des damaligen VfB Managers Rudi Assauer entstanden ist. Ende der 1990er Jahre mussten die Aktivitäten aufgrund von ausbleibender Förderung eingestellt werden. Im Anschluss daran gründete sich die Oldenburger Fan Initiative (OFI), welche die von der AWO untervermieteten Räume durch eigene Mittel aufrecht hielt. Es war der Start einer selbstorganisierten und unabhängigen Anlaufstelle von Fans und für Fans des VfB Oldenburg. In den (immer noch als Fanprojekt bezeichneten) Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße tauschen sich generationsübergreifend Fans untereinander aus und es wird sich auch abseits des Fußball gegenseitig in schwierigen Lebenslagen unterstützt. Insbesondere Jugendlichen werden Möglichkeiten der Selbstentfaltung und für selbstorganisierte Jugendarbeit geboten. Es wird sich künstlerisch und kreativ betätigt, was unter anderem im Stadion Ausdruck findet durch selbstgemalte Fahnen und Chroeografien. Weiterhin wird sich in der Bahnhofstraße für eine demokratische und vielfältige Gesellschaft und gegen Diskriminierung eingesetzt. In der Vergangenheit fanden dazu zahlreiche Veranstaltungen (Vorträge, Workshops, Filmaufführungen uvm.) statt und es wurde sich mit anderen Fans und zivilgesellschaftlichen Initiativen in Oldenburg und darüber hinaus vernetzt. 2012 gründete sich aus diesen Aktivitäten heraus der Verein „VfB für Alle e.V.“, der für seine Antidiskriminierungsarbeit und die Integrationsarbeit mit Geflüchteten 2015 vom Deutschen Fußballbund (DFB) mit dem Julius Hirsch Preis ausgezeichnet wurde. Ein weiterer Verein, der sich aus dem Fanumfeld in der Bahnhofstraße heraus gründete ist der Updreihn e.V. der sich für soziokulturelle Aktivitäten innerhalb der Stadt Oldenburg engagiert und kürzlich in der ausverkauften Jugendfreizeitstätte Bürgerfelde zum dritten Mal das überregional bekannte „Updreihn an de Utfahrt“ Festival veranstaltet hat.

 
Die Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße stehen somit für sehr vielfältige Aktivitäten. Mit dem endgültigen Auslaufen des Mietvertrags würde Oldenburg demnach eine wichtige Anlaufstelle verlieren, die seit vielen Jahren nicht mehr aus Oldenburg wegzudenken ist.

 
Doch wie geht es nun weiter?

 
Am liebsten würden wir natürlich in der Bahnhofstraße bleiben. Dies ist allerdings sehr unrealistisch, zumal wir bereits vor fünf Jahren eine Mietvertragsverlängerung erhalten haben. Dennoch geben wir die Hoffnung nicht auf. Realistischer hingegen ist es, neue Räumlichkeiten zu beziehen und das möglichst innenstadtnah oder zumindest in Stadionnähe. Da das angesichts der hohen Mietpreise nur schwer zu bewerkstelligen sein wird, halten wir uns verschiedene Optionen offen und sind bereit für Kooperationen. Außerdem erhoffen wir uns Unterstützung aus der Politik. In den nächsten Wochen und Monaten werden wir öffentlichkeitswirksam durch verschiedene Aktionen in der Stadt Oldenburg auf unsere Situation hinweisen. Einen Auftakt hierfür bildet das morgige Heimspiel im Marschwegstadion gegen den HSC Hannover.

 

FÜR NEUE RÄUMLICHKEITEN FÜR EINE LEBENDIGE UND VIELFÄLTIGE FANKULTUR IN OLDENBURG!

 

 
Oldenburger Faninitiative (OFI), 30. November 2019

 

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